1. Juni 2007

Von der Vergänglichkeit

Kategorie: Allgemein — Jerry @ 23:13

Heute durfte ich in zweierlei Hinsicht lernen, was ich eigentlich schon wusste - aber natürlich verdrängt hatte: Alles ist vergänglich und auch scheinbar robuste historische Apparate gehören nicht zwangsläufig in Kinderhände.

Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden, wenn die Kiddies Spaß an alten Musikmaschinen finden und diese auch mal bedienen möchten. Die Unbedarftheit ihrer Grabbelfinger ist jedoch absolutes Gift für die Glimmer-Membranen alter Schalldosen (zum Glück ist nichts passiert!) und hinterlässt beim Aufsetzen des Tonarms gern Schrammen auf den Platten (leider ist was passiert!). Das wäre alles noch verschmerzbar, hätte es nicht eine meiner absoluten Lieblingsaufnahmen - “Skyliner” von Charlie Barnet - erwischt. Zum Glück war eine schon etwas abgenudelte “Langspielnadel” drin und der Kratzer nicht tief - es clickt nicht mal beim Abspielen. Nicht auszudenken, welche Ackerfurche eine frische Nadel hätte reißen können.

Aber was die Kinder nicht schaffen, kriegt der Papa auch alleine hin. Schellack-Schallplatten sind bekanntlich schwarz, relativ schwer und absolut unflexibel - oder kurz: ganz schön zerbrechlich. Zum Glück war’s ein unbedeutendes Stück aus einem großen Stapel, den ich mal günstig erstanden hatte, aber was nach dem Bodenkontakt übrig blieb, stimmt angesichts etwas seltenerer Stücke in der Sammlung doch nachdenklich. Auch zum Probehören sollte man die Platten also nicht nachlässig auf die Tischkante legen…

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